Einführung in das Internetportal „Migration und Gesundheit“
Im Saarland leben weit über 100.000 Menschen (mehr als 10% der saarländischen Bevölkerung), deren Herkunft in anderen Ländern wurzelt, sei es, weil sie selbst hierher zugewandert sind, sei es, weil sie in zweiter und dritter Generation von Zugewanderten abstammen. In vielen Lebensbereichen sind diese Migrantinnen und Migranten Benachteiligung und Ausgrenzung ausgesetzt.
Dies gilt insbesondere für den Zugang zur Gesundheitsversorgung, da dieser oft für Menschen mit Migrationshintergrund durch sprachliche und/oder andere kulturell bedingte Kommunikationsprobleme erschwert ist. Gelungene Kommunikation stellt jedoch bei Prävention, Diagnose und Behandlung von Krankheiten eine wesentliche Voraussetzung für eine Erfolg versprechende Hilfe dar.
Der Arbeitskreis „Migration und Gesundheitsförderung“, angesiedelt beim Ministerium für Justiz, Arbeit, Gesundheit und Soziales, hat deshalb die Erstellung eines Internetportals „Migration und Gesundheit“ für das Saarland angeregt. Ähnliche Datenbanken existieren bereits in vielen deutschen Großstädten und Regionen. Das Diakonische Werk an der Saar wurde mit der Konzeption und Umsetzung des Internetportals betraut.
Ziele des Internetportals „Migration und Gesundheit“
Das Internetportal „Migration und Gesundheit“ soll die Partizipation der Migrantinnen und Migranten am Gesundheitssystem im Saarland verbessern und die Wege durch das System optimieren. Dafür ist Transparenz erforderlich
- über die relevanten ärztlichen und nichtärztlichen Angebote im Saarland,
- über die Sprachkompetenzen, die dort jeweils vorhanden sind und
- ob mit professionellen Dolmetschern/innen gearbeitet wird.
Das Portal soll in erster Linie den Fachdiensten einen Überblick über die Akteure im Gesundheitswesen des Saarlandes sowie ihre sprachlichen Kompetenzen geben.
Umsetzung
In Zusammenarbeit mit dem Internetunternehmen ix-tech, der LandesArbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung Saarland e.V. (LAGS) und dem Arbeitskreis „Migration und Gesundheitsförderung“ beim saarländischen Gesundheitsministerium hat das Diakonische Werk an der Saar ein Internetportal aufgebaut, das Links zu anderen saarländischen und überregionalen Anbietern von Gesundheitsdiensten sowie eine eigene Adressdatenbank beinhaltet. Das Portal wurde am 27. September 2007 freigeschaltet. Ab Oktober 2007 übernimmt die LandesArbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung Saarland e.V. (LAGS) die Pflege und Betreuung des Portals.
Das Portal besteht aus zwei Bereichen:
1. Datenbankbereich (saarlandweit)
1.1 Datenbanken externer Kooperationspartner
1.2 Eigene Adressdatenbank mit Beratungsdiensten, Reha-Kliniken und Hospizen
2. Allgemeine Links zum Gesundheitswesen (saarland- und deutschlandweit)
Zusätzlich gibt es noch allgemeine Informationen zum Portal Migesaar und seiner Entstehungsgeschichte (die lesen Sie gerade), Hinweise zum Haftungsausschluss und die Möglichkeit, direkt Kontakt mit den Verantwortlichen des Internetportals aufzunehmen.
Zu 1. Datenbankbereich
1.1 Datenbanken externer Kooperationspartner
Hier wird zum einen auf bereits bestehende Datenbanken externer Kooperationspartner zurückgegriffen:
Die externen Datenbanken ermöglichen in der Regel eine Suche nach Anbieterinnen und Anbietern im saarländischen Gesundheitswesen nach Sprachkenntnissen. Wenn eine Suche mit der Angabe von Sprachkenntnissen nicht möglich ist, wird darauf besonders hingewiesen.
Allen hier genannten aktiv Mitwirkenden sprechen wir unseren Dank für ihre Beteiligung und Kooperationsbereitschaft aus. Für die Inhalte der verlinkten Seiten sind die jeweiligen Anbieter selbst verantwortlich.
1.2 Eigene Adressdatenbank mit Beratungsdiensten, Reha-Kliniken und Hospizen
Weiterhin wird eine durch das Diakonische Werk an der Saar aufgebaute Adressdatenbank zur Verfügung gestellt. In ihr sind viele Beratungsdienste sowie Reha-Kliniken und Hospize im Saarland mit ihren Sprachkenntnissen erfasst. Die Datenbank ermöglicht eine einfache Suche nach den Kriterien Postleitzahl, Landkreis, Sprache und Schwerpunkt (Dienst).
An dieser Stelle werden interessante Informationen zum Gesundheitswesen durch externe Links zur Verfügung gestellt. Es wurden unterschiedlichste Anbieter (Ministerien, Institutionen, andere Internetportale und vieles mehr) aufgenommen. Die Anbieter sind für die dort veröffentlichten Informationen selbst verantwortlich.
Allgemeine Bedienungshinweise
Wir hoffen, dass das Internetportal Migration und Gesundheit für Sie intuitiv verständlich und bedienbar ist. Alle Funktionen richten sich an den allgemeinen Funktionsweisen üblicher Internetauftritte aus und sind genauso zu bedienen (unterlegte Links, Dropdownfelder, Eingabemöglichkeiten zur Suche).
Insofern beziehen sich die Bedienungshinweise nur auf die Besonderheiten einzelner Module.
1.1 Internetdatenbanken externer Anbieter und Kooperationspartner
1.2 Eigene Adressdatenbank: Beratungsdienste im Saarland, Reha-Kliniken und Hospize
- Start der Suche: Die Suche in der internen Datenbank wird gestartet durch einen Klick auf einen der Links in der Rubrik „Beratungsdienste im Saarland“ (bzw. auf die Links „Hospize“ oder „Rehakliniken“ in der Rubrik „Krankenhäuser und Kliniken im Saarland“) auf der Seite "Gesundheitsangebote nach Sprachkenntnissen". Die in einem neuen Fenster erscheinende Suchmaske zeigt saarlandweite Ergebnisse zu dem ausgewählten Schwerpunkt an.
- Suchmaske: In der Suchmaske lassen sich durch die Eingabe von PLZ oder/und Landkreis sowie Sprache die Suchergebnisse weiter verfeinern. Die Suche wird ausgelöst durch einen Klick auf den Button „Suche“.
- Schwerpunkt: Auch den Schwerpunkt kann man in der Suchmaske verändern, ohne den anfänglichen Link auf der Seite "Gesundheitsangebote nach Sprachkenntnissen" erneut benutzen zu müssen.
- PLZ: Es muss nicht die vollständige, 5-stellige Postleitzahl eingetragen werden. Auch die Angabe der ersten 4, 3 oder auch nur 2 Stellen ist möglich, um die Auswahl nicht zu eng zu fassen.
- Landkreis: Die gleichzeitige Auswahl von Landkreis und PLZ ist selten sinnvoll und liefert ein aus beiden Suchen zusammengesetztes Ergebnis.
- Sprache: Die Sprachen sind im Suchfeld alphabetisch geordnet. Es kann immer nur eine Sprache ausgewählt werden. Auch der Einsatz von Dolmetschern kann abgefragt werden.
- Detailansicht: Wenn Sie die Suche durchgeführt haben, werden unten die Datensätze angezeigt, die Ihren angegebenen Kriterien entsprechen. Am Ende jedes Datensatzes gibt es ein Feld „Klick“, das Sie zur Detailansicht jedes einzelnen Datensatzes führt. Dort werden dann alle in der Datenbank vorhandenen Informationen zur gewählten Einrichtung aufgelistet.
- Hilfe: Diese Informationen zur Bedienung finden Sie auch nochmals auf der Suchmaske, wenn Sie den Button „Hilfe“ anklicken.
Mitwirkende und Unterstützer/innen
Viele Institutionen und Einzelpersonen haben einen Beitrag geleistet, um das Internetportal „Migration und Gesundheit“ im Saarland Wirklichkeit werden zu lassen.
Finanziell wurde das Vorhaben gefördert von: Arbeitsgemeinschaft (Arge) im Stadtverband Saarbrücken, Ministerium für Justiz, Arbeit, Gesundheit und Soziales und Saarland Sporttoto.
Das Diakonische Werk an der Saar und die LandesArbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung Saarland e.V. (LAGS) setzten zusätzlich auch eigenes Personal und Sachmittel zur Umsetzung ein. Für das Diakonische Werk an der Saar übernahm Nicolai von Poncet (Dipl.-Kaufmann) die verantwortliche Projektkoordination, fachlich begleitet von Winfried Blum (Dipl.-Pädagoge) und Martin Horzella (Referent für Migrationsfragen). Für die LAGS arbeiteten Franz Gigout (Geschäftsführer) und Markus Wächter (Dipl. Pflegewirt) in der Entwicklungsphase mit. Die Programmierung der Datenbank wurde vom IT-Unternehmen iX-Tech (Alexander Beck und Jürgen Schmidt) übernommen.
Folgende Institutionen wirkten unterstützend bei der Umsetzung mit: Ministerium für Justiz, Arbeit, Gesundheit und Soziales (vertreten durch Britta Blau, Dipl.-Pädagogin und Fachreferentin), Ministerium für Inneres, Familie, Frauen und Sport (vertreten durch: Aras Marouf), Kassenärztliche Vereinigung Saarland (vertreten durch: Kerstin Kaiser, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit), Verband der Angestelltenkassen e.V. (VDAK) – Landesvertretung Saarland (vertreten durch: Axel Mittelbach, Referatsleiter Grundsatzfragen), die Gesundheitsämter im Saarland (vertreten durch: Dr. Monika Weber) und die Arbeitskammer des Saarlandes (vertreten durch: Rainer Thimmel).